Was habe ich mir heute bloß dabei gedacht?

Ein paar Ideen für effektivere Ankündigungen

By 2.5.202014. Februar 2021Keine Kommentare

Der Auftraggeber der Pressemitteilung sind die Medien, nicht Ihre eigene Rechtsabteilung. Daher muss sie Neuigkeiten enthalten.

Das oben Genannte ist selbstverständlich, aber im Alltag verschwimmen die Grenzen leicht.

Journalisten schreiben nicht immer mit Blick auf den Leser. Sie wollen eine Geschichte verfassen, die der Chefredakteur in der Morgenbesprechung lobt. Und das können zwei unterschiedliche Dinge sein. Es hilft, die Denkweise des Journalisten zu verstehen, wenn man Pressemitteilungen liest.

Ich lese seit fast 20 Jahren Pressemitteilungen und kenne daher die Denkweise von Journalisten. Hier sind ein paar praktische Tipps.

1

Melden, nicht informieren.

Vergessen Sie die Idee einer klassischen Pressemitteilung, bei der alles in der gewohnten Reihenfolge bleiben muss. Wenn Sie Medienkontakte anstreben, erstellen Sie Inhalte, die die Medien verstehen. Schreiben Sie Texte, die die Medien einfach kopieren und veröffentlichen können. Das zeugt nicht von mangelndem Respekt der Medien, sondern von Ihrer Professionalität.
2

Drei Tore

Jedes seriöse Online-Redaktionsteam möchte in den Augen seiner Leser aktuell, relevant und interessant sein. Die Gewichtung variiert je nach Medium. Eine gute Pressemitteilung erfüllt all diese Kriterien und ist somit auch für Journalisten nützlich. Relevanz und Interesse hängen stark von der Perspektive ab, Aktualität hingegen nicht. Der folgende Grundsatz sollte keinesfalls verallgemeinert werden. Doch wer ihn gelegentlich beherzigt, kann seine Sichtbarkeit deutlich steigern: Schauen Sie sich morgens nach dem Aufwachen die ersten zehn Nachrichtenthemen auf Kauppalehti.fi oder Ilta-Sanomat.fi an. Wenn Ihr Unternehmen zu einem dieser Themen eine fundierte Meinung oder Daten hat, kontaktieren Sie die Redaktion.
3

Gib ihm einen aussagekräftigen Titel.

Online-Medien wissen, dass ein gut betitelter Artikel bis zu zehnmal mehr Leser anzieht als ein Artikel mit demselben Inhalt, aber einem nichtssagenden Titel. Journalisten entscheiden innerhalb von Sekunden, ob eine Nachricht ihre Zeit wert ist. Sie müssen also sofort Interesse wecken. In der Überschrift können Sie Relevanz, direkte Zitate oder den Kontext hervorheben.
4

Daten bereitstellen

Die Entwicklung der Online-Medien in den letzten Jahren folgt dem Prinzip „Zeigen statt Erzählen“. Das bedeutet, dass die Medien bestrebt sind, Sachverhalte transparent darzustellen. Dadurch werden die Nachrichten interessanter und die Leser fühlen sich einbezogen. Könnten Sie dieses Prinzip für sich nutzen? Ihre Zielgruppe verfügt über ein breites Datenspektrum und ein umfassendes Verständnis von Zusammenhängen. Sie könnten dem Redaktionsteam beispielsweise Infografiken zur Verfügung stellen. So lassen sich selbst komplexe Sachverhalte verständlicher machen.